Zigeunerkarten

Das Phänomen Wahrsagen (Mantik, Wahrsagerei) ist erstmals im 13.Jahrhundert in Europa aufgetaucht. Vermutlich haben die Zigeuner die Kunst
des Wahrsagens gegen Ende des 13. jahrhunderts in Europa eingeführt.
Die esoterischen Begriffe wie Wahrsagen, Kartenlegen, Astrologie, Numerologie, Hellsehen oder Handlesen scheinen untrennbar mit den Zigeunern verknüpft
zu sein.  Die Zigeuner verwendeten beim Wahrsagen ihre eigenen handgefertigten Karten – Zigeunerkarten. Diese Zigeunerkarten
wurden von den Zigeunern Generation für Generation weitergegeben und ständig erneuert. Im 14. Jahrhundert um genau zu sein
im Jahre 1378 verbot die Kirche das Wahrsagen mit den Zigeunerkarten. Für die Kirche war es das Spiel des Teufels.
Die Kirche waren die Bilder und Symbole auf den Karten ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund haben sich das Design und Aussehen
der Karten im Laufe der Zeit immer wieder verändert.  Das Deck der Zigeunerkarten besteht aus 36 Karten und beinhaltet viele Gefühlskarten wie Liebe, Glück, Fröhlichkeit.
Dadurch bezeichnen viele Wahrsager die Zigeunerkarten auch als Liebeskarten. Wahrsager verwenden das Kartendeck vorallem
für Fragen zu den Bereichen Liebe und Partneschaft, Ehe und Freundschaft.
Trotz zahlreichen Verboten konnte das Wahrsagen mit Zigeunerkarten nicht aus den Köpfen der Menschen verbannt werden und daran
hat sich bis heute nichts geändert.